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Förderpreis Medienpädagogik 2006

Förderpreis Medienpädagogik

Preisträger Kategorie 4 (Jugendliche der Sekundarstufe II)

Einrichtung: Friedrich von Alberti Gymnasium Bad Friedrichshall
Projekttitel: Erstellung eines Jugendplans für Bad Friedrichshall


Medienpädagogik, Medienkompetenz - da denken wir vor allem an Fernsehen und Internet. Zu Recht, angesichts der hohen und weiter wachsenden Bedeutung dieser elektronischen Medien. Aber auch die klassischen Printmedien haben noch ihre Bedeutung: Wir lesen Zeitungen und Bücher, lassen uns von Zeitschriften informieren und unterhalten, wir ziehen Fahrpläne und Telefonbücher zu Rate, orientieren uns anhand von Plänen und blättern in Broschüren. Und deshalb ist es gut, dass wir heute auch ein Printprodukt auszeichnen können - nämlich einen "Jugendplan" für die Stadt Bad Friedrichshall; eine Broschüre mit Freizeit-, Bildungs- und Hilfsangeboten für Kinder und Jugendliche.

Drei Oberstufenschüler des Friedrich-von-Albert Gymnasiums in Bad Friedrichshall haben den "Jugendplan" selbstständig entwickelt und umgesetzt; ein Projekt im Seminarkurs "Informationstechnologien" an ihrer Schule. 17 Monate lang haben die drei Schüler am inhaltlichen Konzept und der Gestaltung des "Jugendplans" gearbeitet. Unterstützt wurden sie durch die Arbeitsgruppe "Kreisel", ein Netzwerk der Kinder- und Jugendarbeit in Bad Friedrichshall. Im Rahmen des Seminars "Informationstechnologien" lernten die Schüler zu recherchieren, die gewonnenen Daten zu verarbeiten und zu präsentieren. Was sie gelernt haben, konnten sie anschließend aktiv und selbstständig innerhalb ihres Projektes umsetzten.  Die Schwerpunktsetzung der Themen im "Jugendplan", die Auswahl des Layouts und die Organisation der Publikation wurden ebenfalls von den Schülern erledigt.

Die fertige Broschüre betet Kindern und Jugendlichen - und ihren Eltern - einen guten Überblick, was angeboten wird für junge Leute in Bad Friedrichshall. Sie ist gegliedert in die fünf Bereiche "Sport-Freizeit-Kultur", "Schule und Bildung", "Vereine und Kirchen", "Über den Tellerrand" und "Rat und Hilfe". Es gibt Anregungen zur Freizeitgestaltung, Informationen für neu Zugezogene, Projekte im Schulbereich und Anlaufstellen bei Sorgen und Problemen.

Design und Layout der Broschüre sind gut durchdacht: Die fünf Bereiche sind durch unterschiedliche Farben markiert; besonders wichtige Informationen werden grafisch hervorgehoben, etwa Öffnungszeiten oder E-Mail-Adressen. Die Sprache ist jugendgemäß; soweit Texte übernommen wurden, wurden sie bei Bedarf auch entsprechend überarbeitet. Der überlegte Einsatz von Bildern und Logos lockert den Plan zusätzlich auf. Alles in allem eine klar strukturierte und übersichtliche Broschüre, die optisch und inhaltlich an die Interessen der Zielgruppe angepasst ist.

Die jungen Macher haben sich intensiv damit auseinander gesetzt, was eine Broschüre als Informationsmedium kennzeichnet, haben sich so medienkundliche Kompetenzen angeeignet und diese umgesetzt; und das bei einem Projekt mit hohem praktischen Nutzen.