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Förderpreis Medienpädagogik 2007

Förderpreis Medienpädagogik

Preisträger Kategorie 3 (Kinder und Jugendliche
der Orientierungsstufe und der Sekundarstufe I)

Einrichtung: Hainbuchenschule Hagenbach
Projekttitel: Pisa in Schilda - oder wo?


Ausgehend von einem Wettbewerb zum Thema "Fernsehen" drehte die Video-AG der Hainbuchen-schule in Hagenbach einen kreativen und witzigen Film zum Thema "PISA in Schilda". Die Euphorie und Aktivitäten rund um die Video-AG wurden sogar auf andere Schulfächer, wie bspw. den Musik- und Kunstunterricht übertragen. Bei der Organisation der Premierenfeier des Films war die ganze Schule beteiligt. Das große Engagement und der wirklich sehenswerte Film sind uns in jedem Fall einen Preis wert.

Bei dem Film handelt es sich um eine Magazinsendung mit verschiedenen kurzen Filmsequenzen, die durch eine Moderation miteinander verbunden werden. Die Schildkröte eines Schülers fungiert als Sendungsmaskottchen und dient der Überleitung zwischen den einzelnen Beiträgen. Die Filme behandeln "verrückte" Unterrichtssituationen. So wird ein Schüler aus dem Unterricht geschmissen - verpackt in einem Pappkarton aus dem Fenster.

Ziel des Projektes war es, einen kreativen und reflektierten Umgang mit audiovisuellen Medien bei den Schüler/innen der Video-AG anzuregen. In diesem Zusammenhang lernten sie die Wirkungsmöglichkeiten von Medien kennen und erfuhren, wie die Vermittlung von Informationen durch die Medien verzerrt werden kann. So probierten sie auch verschiedene Trick- und Filmtechniken aus, die beim Film eingesetzt werden, wie bspw. die "Blue-Box" oder den "Stopp-Trick".

Die Vielfältigkeit der Aktivitäten der Projektteilnehmer ist wirklich bemerkenswert. Neben der eigentlichen Filmproduktion komponierten sie einen eigene Filmmusik, dokumentierten das Projekt mit der Digitalkamera, machten Erfahrungen mit einem Bildbearbeitungsprogramm, organisierten die Premierenfeier und ein eigenes Filmfestival mit dem Titel "Hagenbachiade".

Die Schülerinnen und Schüler erlangten während der Dreharbeiten einen guten Einblick in die Filmproduktion. Sie konnten ein Gefühl dafür entwickeln, wie viel Aufwand die Produktion weniger Filmminuten bedeutet. Die aktive Medienarbeit und -produktion half ihnen, die Machart von Medien zu durchleuchten, so dass die Kinder und Jugendlichen nun über eine bessere Reflexionsbasis verfügen, um Medieninhalte kritisch nach ihrem Wahrheitsgehalt zu hinterfragen.