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Förderpreis Medienpädagigik 2009

Förderpreis Medienpädagogik

Preisträger Kategorie 2 (Kinder im Grundschulalter)

Einrichtung: Grundschule an der Wied, Niederbieber
Projekttitel: "Hey, Du! Ich möchte was wissen"


Es gibt Ergebnisse, die schafft man nur als Team - Reportagen zum Beispiel. 24 Kinder der Grundschule an der Wied haben in Gruppen unterschiedliche Themen aus ihrem Lebensumfeld Schule gewählt und innerhalb eines Schuljahres dann eigene Filme produziert. Am Anfang stand die Wahl der Themen und die Festlegung, wer welche Rolle im Team übernimmt: Egal ob Regisseur, Reporter, Kameramann bzw. -frau oder Beleuchter - jede/r ist wichtig, und das Endprodukt dann echte Teamarbeit!

Wie aber entwirft man eine Reportage, sodass sie von vielen verstanden wird? Wie gewinnt man die Aufmerksamkeit der Zuschauer und welche Rollen spielen Filmausschnitt und Ton? Diese und viele andere Fragen standen im Mittelpunkt der Medienerziehung, die im Laufe des Schuljahres von den Lehrkräften der Grundschule gemeinsam mit den Mitarbeitern der newcut-Werbefilme diskutiert wurden. Die Kinder haben schnell gemerkt, dass man Filmaufnahmen gezielt einsetzen kann, um eine besondere Wirkung zu erreichen, und erkannt, dass ein kritischer Umgang mit Medien wichtig und bedeutsam ist.

Darüber hinaus konnten die Kinder miterleben, dass sich ihre Wirklichkeit durch die Reportagen verändert: Die Rutsche, kaputt und stets ein Ärgernis, stand im Mittelpunkt einer der Filme, die auch in den Offenen Kanälen Neuwied und Koblenz gezeigt wurden, wurde endlich repariert. Im Unterricht umgesetzt werden konnte auch die Idee der Kinder, ein eigenes Titellied zu komponieren: Das Lied "Hey Du!" verschafft den Beiträgen einen Wiedererkennungswert und bleibt in den Ohren der Zuschauer.

Im Zentrum der praktischen Arbeit stand selbstverständlich auch die Vermittlung von technischem Wissen in den Bereichen Kamera, Ton, Licht, etc. - aus diesem Grund wurde der Film "So geht?s richtig" parallel zum Medienprojekt produziert. Dieser Film greift Fehler aus vorangegangenen Aufnahmen auf, zeigt zunächst  die zu verbessernde Situation und dann eine Alternative. So wächst nicht nur der Film, sondern auch das filmpraktische Wissen aller Projektbeteiligten von Aufnahme zu Aufnahme. Da die begleitenden Medienpädagogen darauf geachtet haben, am Anfang die groben, nach einigen Treffen aber auch immer detailliertere Punkte aufzugreifen, steht für eine umfassende, wirkungsvolle und spannende Medienarbeit, die als absolut preiswürdig einzustufen ist!