
Der Ort: ein Ponyhof. Der Film: Hände weg von Mississippi. Die Aktion: ein Pferd basteln ? während der Kinder- und Jugendfilmwochen kommt das Kino in die ländlichen Regionen des Bundeslandes, geht auf die Kinder zu und bereichert ihre Lebenswelt dort, wo sie auch heute noch authentische Erfahrungen machen können. So ist ein Ponyhof tatsächlich eine gute Kulisse für einen Pferdefilm, bei dem die jugendliche Heldin ihrem Lieblingspferd das Gnadenbrot rettet, und ein Bahnhof der Ort, an dem die Kinder ?Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer? anschauen können.
So kommt es an jedem Ort zu einer inhaltlichen Verbindung zum Film und einer pädagogischen Begleitaktion. Da gibt eine Gemeinde ihr altes Gefängnis frei und lädt die Kinder zu einem Nachmittag mit Räuber Hotzenplotz ein, und das folgende Räuberspiel hilft, die Eindrücke und filmischen Erlebnisse sinnvoll und gut zu verarbeiten.
Kurz: Die Kinder- und Jugendfilmwochen bringen all die Filme, die nicht im Fernsehen ihren Platz finden, zum jungen Publikum und ermöglichen es dem Nachwuchs auch dort, wo es keine Kinos (mehr) gibt, ganz besondere Rezeptionssituationen.